Der Squashschläger – die wichtigsten Fakten auf einen Blick

tennis-309617_640Beim Kauf eines Squashschlägers sollte vor allem auf die Qualität geachtet werden, denn nur mit einem hochwertigen Racket sind präzisere Schläge und eine gute Kontrolle der Geschwindigkeit möglich. Dennoch ist es nicht ganz so einfach, den passenden Squashschläger zu finden.

Spielstil wird von Schlägereigenschaften beeinflusst

Bei der Wahl des richtigen Squashschlägers muss auch das eigene Leistungsvermögen beachtet werden. So stellen professionelle Spieler an einen Schläger natürlich ganz andere Anforderungen, als Anfänger. Deshalb werden von den führenden Herstellern für unterschiedliche Spielertypen Schläger produziert.

Darauf beim Kauf achten

Da es die verschiedensten Squashschläger gibt, sollten auf die folgenden Punkte beim Kauf geachtet werden:

  • Squashschläger können grifflastig, kopflastig oder ausgewogen sein. Ausgewogene Schläger sind dabei vor allem für Anfänger geeignet. Für eine bessere Präzision eignen sich grifflastige, für offensive Spieler kopflastige Schläger.
  • Es ist ein Irrglaube, dass ein Squashschläger leicht sein muss. Leichte Schläger sorgen zwar für ein besseres Handling, die Schlagkraft ist aber alles andere als ideal. Da Schläger mit einem Aluminiumrahmen aber leicht und auch preisgünstig sind, bevorzugen vor allem Anfänger diese Variante. Materialien wie Karbon, Boron, Eplon (Fieberglas und Polyamid), Graphit sowie Kevlar finden vor allem bei Fortgeschrittenen und Profis Anklang. Das liegt natürlich auch daran, dass die Lebensdauer von Aluminiumschlägern deutlich niedriger ist.
  • Das Handling wird durch eine sehr harte Bespannung deutlich erschwert. Für Anfänger empfiehlt sich deshalb eine leichte Bespannung.
  • Gerade für Anfänger ist ein großer Kopf sinnvoll, denn dadurch wird der ideale Treffpunkt vergrößert. Das Spielt fällt somit leichter.

Der Aufbau eines Squashschlägers

Bei einem Squashschläger geht es vor allem um ausreichend Stabilität, denn er muss nicht nur das Auftreffen der Bälle sondern auch ein mögliches versehentliches Zusammentreffen mit dem Spielgegner überstehen. Er besteht aus:

  • Rahmen
  • Kopf
  • Besaitung
  • Griff

Der Rahmen

Die auf dem Markt erhältlichen Schlägergrößen und –formen sind sehr unterschiedlich. Squashschläger sind entweder rund, eckig oder tropfenförmig. Für Anfänger eignet sich ein breites Profil des Rahmens.

Der Kopf

Die Wahrscheinlichkeit, den Ball zu treffen, ist von dem Umfang des Squashschlägers abhängig, weshalb vor allem Anfänger zu größeren Modellen greifen. Der Kopf ist dabei entweder offen (für eine hohe Kraft) oder mit einer Brücke (für eine gute Präzision) versehen. Offene Modelle sind für Einsteiger ideal, denn die Aufspielfläche ist größer, denn die Besaitung ist bis zum Griff durchgehend.

Die Besaitung

Auf die Schlagkraft eines Squashschlägers nimmt auch die Bespannung Einfluss. Sie wird in Kilogramm angegeben und liegt zwischen 10 und 14 kg. Der Schlag ist umso härter, je größer die kg-Angabe ist. Die Besaitung der meisten Squashschläger ist wenig elastisch.

Der Griff

Vor allem für Anfänger sind Form, Durchmesser oder Länge eines Griffs nicht ausschlaggebend. Squashschläger werden mit verschiedenen Bändern umschlagen, die problemlos ausgetauscht werden können.

Fazit

Bei der Wahl des richtigen Squashschlägers kommt es immer auf die individuellen Bedürfnisse des Spielers an. Auf squashschlaeger-testsieger.de findet sich ein ausführlicher Kaufratgeber für Squashschläger.

Der Turnierbetrieb beim Squash

Im professionellen Squash ist die PSA World Tour die Turnierserie, bei der Weltranglistenpunkte gewonnen werden. Die Höhe dieser Punkte richtet sich dabei immer nach der Kategorie des entsprechenden Turniers. Die PSA World Series gilt dabei als wichtigste Kategorie und wird jährlich mit den „PSA World Series Finals“ abgeschlossen.

Jedes Jahr wird durch die PSA World Tour zusätzlich auch eine Weltmeisterschaft der Herren und Damen im Squash ausgerichtet. Vom Weltverband WSF erfolgt auch die Ausrichtung der Weltmeisterschaften der Damen- und Herren-Mannschaften und aller Weltmeisterschaften der Junioren.

In Deutschland gibt es zudem den Deutschen Squash Verband (DSQV), welcher Ausrichter der Bundesligen ist. Die Organisation aller anderen Ligen erfolgt durch die Landesverbände, wobei Spieler immer nur für einen Verein innerhalb von Deutschland gemeldet sein können. In anderen Ländern Europas können sie sich aber ebenfalls anmelden.

Offizielle Spiele mit Schiedsrichter

Die offiziellen Spiele, also auf nationaler sowie internationaler Ebene sowie in Ligen stehen grundsätzlich unter der Leitung eines Schiedsrichters. Dieser notiert den aktuellen Spielstand und ruft ihn aus, entscheidet, ob der Ball im Aus gelandet ist und trifft weitere Entscheidungen.

Natürlich gehört zu den Aufgaben auch die Verantwortlichkeit dafür, dass jeder Spieler angemessenes Verhalten zeigt. Bei unangemessenem Verhalten eines Spielers kann der Schiedsrichter eine Strafe aussprechen: die mündliche Verwarnung, einen Strafpunkt für den Gegenspieler, einen Strafsatz für den Gegenspieler oder eine sofortige Disqualifikation. Es liegt aber im Ermessen des Schiedsrichters, welche Strafe er ausspricht.

Die Position des Schiedsrichters ist in der Regel hinter der Eingangstür. So hat er einen optimalen Blick auf das gesamte Spielfeld. Auch ein Hochstuhl ist möglich, wenn es die örtlichen Begebenheiten zulassen. Je nach Turniergröße werden nur ein oder aber drei Schiedsrichter eingesetzt. Bei letzterer Variante gibt es einen Hauptschiedsrichter und zwei Assistenten, die den Hauptschiedsrichter bei Einsprüchen der Spieler unter Umständen sogar überstimmen können.

So wird beim Squash gezählt

Beim Squash gibt es verschiedene Zählweisen, die aktuelle geht bis 11 während ehemalige Zählweisen bis 9 beziehungsweise 15 gingen. Ganz gleich, welche Zählweise angewendet wird: Squash ist ein Spiel über drei Gewinnsätze. Somit entscheidet der Spieler das Spiel für sich, der zuerst drei Sätze gewonnen hat. Für offizielle Wettkämpfe gilt diese Regelung, bei kleineren oder privaten Wettbewerben mit Vorrunden wird oft die Zwei-Satz-Variante gewählt.

Zählweise bis 11

Egal, bei welchem Spieler das Aufschlagrecht liegt: Gezählt wird jeder Punkt. So benötigt ein Spieler für einen normalen Satzgewinn 11 Punkte. Ein Tie-Break wird beim Stand von 10:10 gespielt, wobei der Spieler gewinnt, der zuerst 2 Punkte Vorsprung aufweist.

Zählweise bis 15

Die Zählweise bis 15 ist auch als „amerikanische“ Zählweise bekannt, denn in der Anfangszeit der Sportart wurde sie vorrangig in den USA angewandt. Bei dieser Zählweise erhielt der Spieler den Punkt, der den Ballwechsel für sich entschieden hat. Deshalb wird diese Zählweise auch „Point-A-Rally“ genannt. Bei 15 Punkten ist der Satz im Normalfall beendet, wobei ein Vorsprung von 2 Punkten für den Gewinn des Satzes notwendig ist. Bei erreichen des Spielstands 14:14 liegt die Entscheidung beim Rückschläger, ob bis 15 oder aber bis 17 gespielt wird. Demnach ist der Satz entweder bei Erreichen von 15 oder aber 17 Punkten beendet.

Zählweise bis 9

Bei der Zählweise bis 9 hat nur der Spieler die Möglichkeit, einen Punkt zu erzielen, bei dem das Aufschlagrecht liegt. Dieses besitzt immer der Spieler, der den vorangegangenen Ballwechsel für sich entschieden hat. Der Satz endet dabei im Normalfall bei 9 Punkten. Wird der Stand von 8:8 erreicht, liegt die Entscheidung, ob bis 9 oder 10 gespielt wird, beim Rückschläger. Die Zählweise bis 9 wurde bis zum 1. April 2009 vor allem im Bereich der Nicht-Profis angewandt.

Squash – Was ist das eigentlich?

squash-148649_640Bei Squash (aus dem Englischen „to squash“: zerquetschen, zusammendrücken) handelt es sich um eine so genannte Rückschlag-Sportart mit zwei (Einzel) oder vier (Doppel) Spielern. Das Spiel wird im Squashcourt gespielt, es werden spezielle Schläger und Bälle genutzt.

Bei Squash ist das Ziel ähnlich wie bei Tennis: Der Ball muss so geschlagen werden, dass der Gegner ihn nicht erreichen kann, bevor der Boden ein zweites Mal vom Ball berührt wird. Das Spielfeld wird von den Gegnern gemeinsam genutzt und es erfolgt eine Einbeziehung der Seitenwände.

Geschichte des Squash in Deutschland

Squash ist eine Sportart, die Mitte des 19. Jahrhunderts in England entstanden ist und sich von dort aus zunächst im Commonwealth ausbreitete. In den 30er Jahren wurden auch in Deutschland (Berlin) die ersten Squashcourts gebaut. Doch erst ab etwa den 70er Jahren kam es in Deutschland zu einem Aufschwung. So stieg die Anzahl der kommerziell betriebenen Anlagen von 20 im Jahr 1975 auf fast 1.000 im Jahr 1990. Entsprechend entwickelten sich auch das Interesse und die Anzahl der Squash-Spieler.

Weltweites Interesse an Squash und Olympische Spiele

Squash ist eine weltweit beliebte Sportart. Sowohl in osteuropäischen Ländern sowie in den USA, Australien oder auch Ägypten ist die Anzahl an Spielern hoch.

Eine olympische Sportart ist Squash allerdings nicht. Zwar wurde energisch versucht, den Sport in das olympische Programm aufzunehmen, die notwendige Zweidrittelmehrheit fehlte jedoch in bisher jeder Endabstimmung. Somit wird Squash auch 2016 nicht bei den Olympischen Spielen vertreten sein, eine erneute Kampagne für die Aufnahme in die Olympischen Spiele 2020 wurde ebenfalls durch den WSF (World Squash Federation) geplant, allerdings konnte Squash auch hier nicht punkten.